Ja, er lebt noch….

Tatsache, der molinero bloggt mal wieder! Ja, ich bin in letzter Zeit etwas faul geworden, was bloggen angeht. Gut, ansich hat wahrscheinlich meine Ausführungen hier vermisst, dennoch hol ich mal eben in Kurzfassung nach, was so paaiert ist:

Am letzten Freitag hab ich mich mal wieder ins Casino Bremen geschleppt. So richtig gut in Stimmung war ich nicht, aber ich wollt doch einfach mal sehen, was so geht. Spannend war’s irgendwie nicht, mein Tisch war so ne satte Mischung aus halbwegs guten Regulars und ATMs. So richtig donated hat nur einer, der dafür saftig. Nachdem er ein paar Stacks verloren hatte, spielte er ziemlich tiltig und aggressiv. Preflop- und Flop-Allins mit mehrfacher Potsize waren für ihn Standardplay geworden. Manchmal konnte er sich dennoch enorm gut von Händen trennen, offenbar wenn er nichtmal irgendwas hatte, also einen Purebluff spielte. So kam es noch recht früh zu einer Hand, in der ich Queens aus früher Position erhöhte, was er saftig ge3bettet hat. Alle folden zu mir und ich überlege etwas, bis ich meine 200€ in Chips in die Mitte schiebe. Noch bevor ich was sagen konnte, waren seine Karten im Muck und ich 50€ reicher. Nice.

Später im Spiel kam es zur einzigen KeyHand des Abends. Mein besagter Freund straddlet, was zwei Leute vor mir callen, ich sitze im CO mit JQs in Diamonds und calle ebenfalls. Button und SB folden,  BB callt, der Straddler raist auf 24€, was alle callen, ich hauptsächlich, da ich Position habe und gegen den Typen spielen will. Der Flop kommt J-7-5 mit zwei Diamonds, nice. BB checkt, Straddler pusht~140 in den 120er Pot, zwei folds, leider callt ein Tüke rechts von mir, ich pushe mit 200 oben drüber, um wenigstens BB loszuwerden, was auch gelingt. Straddler zeigt J8o (lol), Caller 75 für Twopair. Der Turn bringt mir den Flush und ich gewinne rund 400 Flocken.

Danach gabs nur noch ein paar kleine Hände, nichts besonderes, am Ende stehe ich kurz nach Mitternacht mit 450plus auf. Sehr gelungen, ich werde in nächster Zeit wohl doch wieder öfters ins Casino gehen.

Am Frietag habe ich in Oldenburg wieder den Dealer gespielt. Bei der Oldenburger Pokernite bin ich als Dealer tätig, was unglaublich viel Spaß macht. Leider sind die Spieler größtenteils echt unterirdisch schlecht, aber zu lachen gibts genug. Besonders die Leute, die mit Kapuzenpulli, Sonnenbrille und FullTiltPoker.Net (lol) Cappy da  sitzen, aber einfach keinerlei Ahnung vom Spiel haben. Die Gespräche über die ach so tollen Online-Erlebnisse (größtenteils Playmoney oder Freerolls) sind urkomisch, auch wenn es einem manchmal eiskalt den Rücken runterläuft. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß und ein paar Euro sind auch noch drin. Herrliche Geschichte.

Ansonsten weiß ich gerade nichts zu berichten. Ichwerd mich aber in nächster mal bemühen, wieder etwas regelmäßiger und ausführlicher zu bloggen :-)

Video Blog 13.02.2008

(Irgendwie beschissen beleuchtet, aber kein Bock n neues Video zu machen. Ist übrigens mit meinem neuen E51 gemacht :-) )

BSAG? Jetzt reichts aber!

Ich hab mich im September (!) ja mal bei der BSAG beschwert, weil meine Bahn mir vor Nase weggefahren ist. Die haben mir doch tatsächlich gestern (!) nen Brief geschrieben, in dem sie sich entschuldigen. Grober Tenor:

 ”…blablabla wir bedanken uns für Ihre Beschwerde, die uns hilft, Missstände aufzuarbeiten und nach Möglichkeit abzustellen…. blablabla…”

Soso, sonderlich ernst scheint ihr das aber nicht zu nehmen.

“…blablabla  aus technischen Gründen wir nciht nachvollziehen, ob die Line 1E den Fahrplan eingehalten hat… blablabla”

Ach was? Solche Daten werden keine vier Monate gespeichert und archiviert? Das enttäuscht mich aber!

“… blablabla in der Hoffnung, Sie zukünftig als zufriedenen Fahrgast begrüßen zu dürfen…. blablabla”

Und jetzt platzt mir wirklich der Kragen! Kein Tagesticket, kein Taxigeld, kein gar nichts? Nur ein lausiger Entschuldigungsbrief, vier Monate nachdem ich mich beschwert habe? Nein, liebe BSAG, ich bin kein zufriedener Fahrgast, das war ich nie und das werde ich jetzt garantiert nicht mehr werden!

Ich nutze die BSAG wirklich selten, aber jedes, wirklich jedes Mal wieder muss ich mich ärgern. Irgendwas ist immer! Ich mein, durch das Semesterticket kann ich die BSAG sogar kostenlos nutzen, trotzdem kommt es mich im Endeffekt teuer, da ich oft genug doch iweder ein Taxi nehme oder so sauer bin, dass ich am liebsten irgendwas kaputt machen würde. Und mal ernsthaft: Termine kann ich nie einhalten, wenn ich mich auf die BSAG verlasse.

I should play more MTTs

Ich hab mich diese Woche mal wieder ein klein wenig um Online-Poker gekümmert. Fast nur MTTs auf Stars, da war ich ja ganz schön knapp an busto vorbei, aber egal. Jedenfalls konnte ich gestern endlich wieder einmal ordentlich cashen. Nachdem ich innerhalb von 2 Tagen in acht 4,40ern dreimal am FinalTable saß, konnte ich gestern endlich mal eins gewinnen, 216$ Ship it. Die Bubble zog sich eine Stunde hin, danach war es ähnlich langsam, und obwohl ich doppelt so viele Chips wie der zweite hatte, kamen wir irgendwie nicht voran. Aber letztendlich klingelte es nach etwas über 4 Stunden dann doch, und habs nach hause geholt.

Abends hab mich dann nochmal rangesetzt, und auch das Daily Fifty Grand mitgespielt für 55$. Ziemlich hoch, aber die Struktur sah ganz nett aus und ich hatte Lust. Lief auch sehr gut, nach einem enormen Hero-Call nach misslungenem Restealversuch lag ich auch richtig gut. Leider nahmen meine Chips dann stetig ab, sobald wir ITM waren. Ich finde dann irgendwann Kings in MP, SB callt meinen Raise. Auf einem Q-J-x rainbow Flop contibette ich, er pusht, ich call. Er zeigt QJ, für mich gibt’s keine Hilfe und ich bin mit 3BB ultrashort. Naja, was solls. Für meinen 121. Platz gab’s rund 120$, also 65$ plus. Aber das Turnier könnte nciht schlecht sein, vielleicht spiel ich das die Tage nochmal.

Ansonsten gibt’s nicht viel neues, Freitag werd ich in Oldenburg dealen, Heiko hat mir angeboten bei dieser Turnierserie als Dealer zu fungieren. Wird bestimmt witzig.

Öfters mal Kopfschütteln

www.kopfschuettel.de ist der wohl witzigste Blog, den ich seit langem gelesen habe. Herrliche Szenen, die wohl jeder irgendwie kennt, trotzdem zum kaputtlachen. Den Typen würd ich zugerne mal live erleben :-)

Montag in Wien

Wir sind erst gegen 6 im hotel angekommen und haben dort noch ein paar Bier gezischt und über unsere Hände gesprochen. Dementsprechend sind wir erst gegen 7 ins Bett. Um 10 hat der Wecker geklingelt, da wir um 11 auschecken mussten. An der Rezeption haben wir unsere Koffer stehen gelassen und sind zum Hundertwasserhasu gefahren, was recht imposant war. Echt nett anzusehen und ich wusste gar nciht, dass das mal als Sozialwohnungen gedacht war. Interessant.

Vor dort sind wir zum Zentralfriedhof gefahren, ein riesengroßes Areal, auf dem auch Gräber von Mozart, Beethoven und anderen großen Namen sind. Wir sind zunächst durch die jüdische Sektion gegangen, was richtig interessant und beeindruckend war. Völlig unterschiedliche Grabstätten, von verrottet, zerfallen und zertrümmert, bis sehr gut erhalten und restauriert. Teilweise steckten so verbogene, verrostete Zaunstücke im Boden, teilweise gab es riesengroße Grabsteine mit Vorbau, der die Grabstätte überdacht hat. Auf jeden Fall wahnsinnig interessant.

Aus Zeitgründen haben wir es nicht mehr zu den Ehrengräbern geschafft, was schade war, aber wir musste so langsam den Rückzug antreten. Also Koffer aus dem hotel geholt und in Richitg City. Da wir eh umsteigen musste, um zum Schwedenplatz zu kommen, wo der Shuttlebus zum Flughafen abfährt. Beim Umsteigen wollte wir mal eben schauen, was denn der Schnellzug Flughafen kostet, und dieser war mit9 Euro nicht wirklich viel teurer, ausserdem konnte man das Gepäck bereits hier aufgeben.

Im Zug haben wir dann angefangen Chinese Poker zu spielen, im Flughafen und auf dem Rückflug gings weiter. Leider ist Ingo eine furchtbare Luckbox, was Chinese angeht. Zwar hab ich auch ein zwei Fehler gemacht, aber im Endeffekt lag ich 17 Punkte hinten. Naja, also in Hamburg mit dem Bus zum Parkplatz (wieder mal völlig ohne Wartezeit, der FLieger war auch noch 40min früher da als geplant, echt herrlich) und dann ab auf die Autobahn. Erstaunlicherweise war auch hier alles frei, selbst am Elbtunnel gabs kein bisschen Stau. Somit war ich bereits vor 20 Uhr wieder zu Hause.

Rückblickend muss ich sagen: Wien war echt traumhaft. Super Poker, super Stadt. War echt ein klasse Trip und ich würds jederzeit wieder machen. Vielleicht wär Wien sogar eine Stadt zum Leben für mich, hat mir großartig gefallen dort.

Cashgame am Sonntag

So, jetzt nochmal etwas ausführlicher. Ich schrieb ja schon über meinen Yugo-Freund. Als ich an den Tisch gesetzt wurde, hatte ich ganz gut Angst vor dem, immerhin kann man sich nur mit maximal 200 einkaufen und er hatte mindestens 6mal so viel vor sich liegen. Je länger ich da aber saß, desto mehr merkte ich, dass ich an dem perfekten Platz saß, genau da hätte ich mich auch hingesetzt, wenn ich s mir aussuchen hätte können.

Es gab viele kleinere Hände, in denen ich gut Gewinn machen konnte, am Anfang zeigte ich immer sehr gute Karten und hatte auch ein paar mal die Set-Machine an, dadurch hatte ich schnell ein tightes Image. Viele Leute gingen, neue kamen, aber die Spieler, die mir wichtig waren, blieben da, so auch mein Yugo-Freund. Sehr coole Situation: ich raise 88 vom CO, 3 Caller, ich floppe direkt ein Set. Ein anderer Yugo am anderen Ende des Tisches schmeißt 30 in den 40er Pot, ein Fold. Ich überlege, und raise ihn auf 75, wieder ein fold. Der andere überlegt und reraist da minimum nochmal oben drüber. Er will mir Angst machen und zeigt mir T8o für ein Twopair. Wie bekomm ich jetzt noch seine restlich Chips ion den Pott, frage ich mich, sehe aber, dass es nur noch 50 mehr sind. Also pushe ich direkt oben drüber, er callt entnervt. Das waren shconmal 200 für mich. Sauber.

Eine sehr interessante Hand gab es noch hier: Ich limpe T9s in MP3 mit, nachdem mein Yugo-Freund auch gelimpt hatte. ImButton gibt es einen Raise von einem halbwegs-soliten Spieler. Da noch 2 Calls vor mir sind, beschließe ich auch zu callen. Der Flop kommt 7-8-J rainbow. BING BING BING JACKPOT! Yugo spiel 30 in den 45er Pot, ich calle nur, die beiden anderen schmeißen weg. Der Turn bringt eine offsuit 2, sehr schöne Karte. Er checkt zu mir. Ich spiele nur 40 in den 100er Pot, in der Hoffnung, er würde Schwäche sehen und mich raisen, er callt aber nur. Der River bringt eine T, beschissene Karte. Ees schlägt mich zwar nur Q9, aber jede 9 reicht zum Split. Er instabettet 140 Euro. Die Frage für mich war, ob er mir Q9 glauben würde, dann könnte ich ihn evtl. noch von einer 9 runterbekommen. Allerdings müsste ich dazu auch meine 500 Euro vor mir in die Mitte schieben und in dem ganz unrealistischen Fall, dass er Q9 hat, wär das ne teure Kiste. Also calle ich, er zeigt 89 und wir splitten. Ärgerlich, aber nun gut.

Es gab npch zwei Situationen, wo Yugo limp/check/call gespielt hat, da er Asse hielt. Er stand schon zweimal auf der Liste für verlorene Asse, wenn er also nochmal mit Assen verliert, würde er 500 Euro bekommen. Beide Male gewinnt er aber.

Es gab noch viele andere Hände, an die ich mich aber nciht so recht erinnere, gegen 5 Uhr bin ich dann mit 1050 Euro aufgestanden, der Yugo hatte noch 500. Ich hätte ihm diese sicher noch abnehmen können, aber da ich langsam so müde wurde, dass ich merkte, wie ich unkonzentriert werde, wollte ich lieber der Gewinn mitnehmen. Fehler hätten da ganz schön teuer werden können. Ingo hatte währenddessen einen völlig anderen, aber scheinbar genauso saftigen Tisch, er hat auch am letzten Abend alle Verluste reingeholt und noch ein bisschen Gewinn drauflegen können.

Beschissenes Turnier, gutes Cashgame

Ich sitz gerade am Flughafen und es wird sehr bald in Richtung Heimat gehen. Nur ganz kurz, später schreib ich ausführlicher.

Gestern gabs noch ein 20+4 Euro Freezeout, in dem ich glorreich als 59. von 238 gebusted bin. Beschissene Struktur und furchtbare viele Luckfische. Niveau unterirdisch! Egal, also ab ins Cashgame. Ich werde dort an einen Tisch an PLatz 2 gesetzt, in Seat 1 sitzt ein Jugoslawe mit 1200 Euro, hoppala. Es sitzen noch 3 Shorties mit unter 50 dort, die anderen mit normalen Stacks. Der Yugo stellt sich schnell als Ultradonk raus, der Preflop immer auf 12 oder 22 erhöhrt hat, am Flop zwischen doppelter und dreifacher Potsize reingehauen hat. Respekt hatte er aber.

Ich konnte den Tisch sehr gut expoiten ,da ich schnell von jedem so seine Macken rausgefunden hatte. Zudem zeigte ich am Showdown nur sehr gute Hände und hatte daher auch durchaus ein ziemlich tightes Image, was ich ebenfalls nutzen konnte. Ohne viel Umschweife: ich hab 850 plus gemacht und damit mein Minus der anderen Tage ausgeglichen und gleich noch 350 overall Gewinn dazugelegt. Details schreib ich heute abend!

LOL Suckoutaments!

Nur mal schnell ne Kurzfasung von gestern. Wir haben uns zunächst an die SNGs gemacht, Ingo hatte im ersten gleich einen superjuicy Tisch erwischt, laso hab ich mich auch für eins angemeldet. Das Spielniveau war genauso so unterirdisch schlecht wie die Struktur, 10min Levels mit 30BB zu Beginn. Echt hart. Ich hab dort in meiner zweiten Hand 66 gegen einen Flushdraw gespielt, wo ich gut eingebüßt habe, da so eine Spielerin Typ Hausfrau zufällig noch eine 8 gehittet hat. Gleich darauf pushe ich 88 mit 14 BB gegen einen 6BB-Raise aus MP. Er flippt Queens, ich instahitte aber eine 8 und sucke auch mal aus. Nice.

Danach läufts erstmal normal, an der Bubble bin ich gut short und pushe was das Zeug hält. Leider verliere ich noch einen Coinflip und bin auf 3BB runter (200/400 Blinds, LOL), also pushe ich am Button blind. Leider sieht der Bigblind, dass ich meine Karten nicht angeschaut hatte und callt mit KTs. Ich flippe meine Karten und sehe K5o, hoppla. Mit meinem King mache ich aber noch nen Flush. Ich schaffe es, mit dem Typen links neben mir nicht weiter in Konflikt zu geraten, was uns ins Headsup bringt. Da wir ziemlich gleiche Chipstapel haben, biete ich sofort einen Deal an, da ich es für sinnlos halte mit 7,5BB hin und her zu pushen und so um die letzten 50 Euro zu gamblen. Er willigt ein und wir bekommen beide 100 Euro, wovon ich 5 für den Dealer da lasse. Also 65 Euro plus.

Wegen der Struktur hab ich keine Lust noch eins zu spielen, auch wenn meine Edge gegen diese Trottel scheinbar gewaltig ist. Dennoch ist die Varianz durch die Struktur so groß, dass ich mindestens 10 oder so spielen müsste, um da mit plus rauszugehen. Also schaue ich noch Ingo zu. Ein richtig beschissener Spieler spielt inzwischen das dritte SNG, er war in beiden mit Ingo und in meinem, dabei wurde er die ganze Zeit von zwei Freundinnnen begleitet, die offenbar noch weniger vom Spiel verstehen als er. Als er auch im dritten SNG busted, überlegt er laut, ob er nicht noch Cashgame spielen sollte, eine von seinen Begleiterinnen meint “Mach doch, sind doch nur 50 Euro”. Ich rieche das Geld und gehe ihnen nach, allerdings setzt er sich doch nicht, erst später am Abend sehe ich, dass er tatsächlich am Tisch sitzt, die beiden Mädels immer noch direkt hinter ihm. Ärgerlich.

Wir gehen in die Restaurant-Ecke des Casinos und vertilgen unser Gutschein-Menü, Schnitzel mit Pommes. Nichts aussgewöhnliches, aber lecker. Danach melden wir uns für das 20€-Turnier mit einem Rebuy an. Dort gebe ich nach ein, zwei sehr tighten Orbits 77 und QQ auf Ace-High Flops auf. Ärgerlich. Da ich gut Chips eingebüßt habe, nehme ich das Rebuy. Später raist UTG, ich 3-bette TT aus MP2, Button callt, Bigblind squeezed, UTG geht all-in. Ich gehe davon aus, dass ich sehr wahrscheinlich gegen 3, evtl. 4 Overcards spiele, ich muss einen Shot wagen und pushe. Bigblind zeigt AA, UTG AJo, hoppla. Ich finde aber sofort eine T und entschudlige mich. Ich bin jetzt wieder recht gut dabei. Ich werde an einen anderen Tisch gesetzt, wo ich nach ein paar Händen AKo finde. Ich freue mich nciht so, da an diesem Tisch deutlich stärkere und aggressivere Gegner sitzen. Nach 3 Limpern Raise ich auf 7,5BB, der Button callt. Ihn setze ich auf ein kleines Pocketpair oder so etwas wie AJ, AQ. UTG geht mit 12 BB All-In, MP2 (eine junge Frau, ganz nett, aber null Plan, luckt sich so durch) callt auch. Ich pushe obendrüber, um wenigstens Button loszuwerden, der callt aber auch noch. Die Limper zeigen A4 bzw. A7, Button 99. Na toll, die anderen nehmen mir auch noch Outs weg. Effektiv luckt sich die Frau nen Nutflush, da sie aber so wenig hat, bekommt Button auch noch einiges an Chips, also mal wieder fast nen halben Stack mit AKo verblasen. Danach kann ich noch einen Steal machen, als Antes eingeführt werden, bin aber ultra-carddead. Als die Blinds auf 200/400 mit 25 Ante steigen habe ich immer noch 3300 oder so was. Jedenfalls openpushe ich KTo vom CO und links neben mit callt ein Lagtard mit A6o. Großartiger Call. Nur zu Sicherheit hittet er noch ein As und ich bin raus. F**kt euch weg, Ihr Homofürste!

Naja, später noch ans Cashgame, was zwar ganz nett war, aber einige böse Pötte sind leider nicht an mich gewandert. Anfangs fad ich einmal Aces und zweimal Kings, was mir insgesamt 21 Euro plus gebracht hat. Danke. Lange war ich carddead, dann fand ich einige Male AQ, was mit entweder Blinds gebracht hat oder den Pot mit ner Conti. Eigentlich OK, aber gebracht hat das alles nichts. Die großen Pötte hab ich verloren, AQ < AK, AT < QQ (TPTK) und sowas. Naja, schön ist anders, heute ist auch noch ein Tag. Bin overall jedenfalls 500 Euro down. Damn.

Welcome to Vienna

So, es ist gerade Samstagmorgen, kurz vor 2 Uhr. Aus irgendeinem Grund funktioniert das WLAN im Hotel nachts nicht, weshalb ich diesen Blogeintrag erst nach dem Aufstehen online stellen werde. Da ich bisher zu faul war, werd ich jetzt mal über die ersten zwei Tage Wien berichten.

Die Anreise war super, ich hab Ingo gegen halb 4 abgeholt, am Flughafen Hamburg war erstaunlich viel los für die unchristliche Uhrzeit, lief aber alles gut. In Wien angekommen haben wir enorm schnell unsere Koffer bekommen und sind aus dem FLughafen raus, wo es einen Shuttlebus gibt, der halbstündlich in die Innenstadt fährt. Dieser fuhr in genau drei Minuten, super Timing, danke AirBerlin. Am Schwedenplatz angekommen sind wir gleich in die U-Bahn, die hier tagsüber im 4-Minuten-Takt fährt, nice. Somit war Einsteigen und Umsteigen auch enorm effizient. Angekommen an unserer Haltestelle standen wir etwas planlos in der Gegend, als uns eine ältere Dame fragte, ob sie uns helfen konnte. Sie beschrieb uns den Weg ins Hotel, was kaum 5 Gehminuten entfernt lag. Wir hatten also vom FLughafen bis zum Hotel nirgens länger als ein paar Minuten gewartet oder gesucht, lief echt super.

Nach ein wenig Verschnaufpause haben wir dann mal die Umgebung des Hotels gecheckt, das im 11. Bezirk liegt. Hier fielen uns hauptsächlich zwei Dinge auf: Handyläden und Bönerbuden. Naja, whatever. Das Concord Card Casino soll laut Plan rund zwei Kilometer entfernt sein, daher erkunden wir, inwiefern das in Fußmarschreichweite liegt. Wir finden es auch schnell. Es sieht von aussen ziemlich komisch aus, zumal es sich Gebäude und Parkplatz mit einem Saunaclub teilt. Ein Schelm wer hier böses denkt :-) . Dieser Schuppen sieht ganz gut suspekt aus, naja, wir sind ja auch nicht zum f**ken in einem Saunaclub hergekommen. Wir gehen ins Casino und lassen uns von einem sehr netten Empfangsmenschen herumführen. Es stehen rund 50 grüne Pokertische rum, unterteilt in Turnier- und Cashgamebereich, an etwa 3-4 Tischen ist Betrieb, wohlgemerkt gegen 11 Uhr vormittags an einem Donnerstag.

Wir bekommen insgesamt drei Gutscheine, einen für ein Turnier im Wert von 20 Euro, einen für ein Zwei-Gänge-Menü und einen für 10 Euro bei Concord Aces, einer Blackjack Variante bis 22 statt 21, die ich für noch mehr -EV als Blackjack halte. Reichlich Rakeback im vorraus quasi, die wissen schon, wie sie die Leute zum spielen animieren. “Fühlts euch ganz wie zuhaus” sagt der nette Herr, denn an den Tischen darf gegessen, getrunken und geraucht werden, alles 24 Stunden am Tag. Die Atmosphäre ist locker und ungezwungen, die Aufmachung ist aber schon recht edel. Eine fehlende Kleiderordnung zeigt, wie sehr das ganze für Pokerspieler ausgelegt ist.

Nach dem Rückweg legen wir uns auf dem Zimmer beide ein wenig hin, der Tag war ja auch ganz schön anstrengend, ich bekomme das erste mal nach rund 32 Stunden Schlaf :-) . Abends gehen wir noch ein paar Bier und Wasser kaufen und essen einen superscharfen, aber leckeren Döner, was anderes gibts hier anscheindend nicht. Zurück im Hotel genießen wir unsere Biere (Zipfer Urtyp und Stiegl, ersteres ist sehr herb, weshalb nur ich es mag) und bereiten uns vor, ins Casino zu gehen.

Im Casio angekommen melden wir uns beim Floorman, der uns leider beide an den gleichen Tisch setzt. Eigentlich nicht so toll, aber irgendwie isses mir ganz recht an meinem ersten Tag hier noch jemanden zu haben, der mit mir leidet, denn die Anspannung ist schon recht hoch, gerade wenn man frisch in ungewohnter Umgenung dazukommt und dann Bares auf den Tisch legt. Sofort in der ersten Hand finde ich am Cut-Off Neunen. Hier darf man offenbar immer ins Spiel einsteigen ohne einen Blind zu zahlen, komisch, aber ok. Ich bin noch dabei mich richitg zu setzen und meine Chips hinzulegen, da bin ich an der Reihe und sehe drei Limper vor mir. Da ich die Situation gerade nicht im Blick habe, nehme ich zwei Zehner und sage “Raise 14″, etwas hoch vielleicht und man kann das sicher auch in position auf Set Value spielen, nun gut. Ich werde vom Small Blind gecallt, ich habe das Gefühl, dass er mich nur callt, weil ich firsch am Tisch gleich so eine Aggression zeige und er sich nicht herumschubsen lassen will. De Flop kommt T-J-3 mit zwei Kreuz, er checkt und ich spiele eine Conti von 20, die er callt. der Turn bringt eine blank, ich checke behind, da ich davon ausgehe, dass er getroffen hat und ich ihn nicht von einem eventuellem Draw bekommen kann. Der River ist ein hohes Kreuz, ich folde auf seine 50er Bet. Er fragt, ob ein Jack gereicht hat, ich denke mir “ja hat er, du Arsch”. In der ersten Hand 34 Euro verblasen, gut gemacht, molinero!

Nach etwa zwei Orbits finde ich rote Aces, meinen Raise callen zwei Gegner. Der Flop kommt Q-J-2, wieder mit 2 Kreuz. Ich contibette, was der Typ aus der Neunerhand callt. Der Turn bringt die Kreuz 3, ich setze ihn für 50 All-In er callt mit A2c, Nutflush. Damn. Mein Name kommt aber auf eine Liste, denn für 3mal verlorene Asse in 24 Stunden gibt es 500 Euro. Genrell gibt es reichlich Jackpots, jeder Straightflush wird mit einem solchen belohnt, der bei 100 Euro anfängt und sich täglich um weitere 100 erhöht, es gibt einen Badbeat Jackpot für verlorene Quads oder besser und und und. Nur wenige Hände später verliert auch Ingo seine Aces. Keine 30min im Casino, beide mit Aces verloren und jeweils rund 100 Euro down. ich bekomme lange Zeit nichts und 3-bette irgendwann mit AK einen 10-Euro-Raise von einem netten Typen rechts neben mir, mit dem ich schon ein wenig im Gespräch war. Er instapusht und ich überlege ein wenig. Ich bin der festen Überzeugung, dass er aufgrund meiner Tightness diesen Move auch mit AQ und vielleicht sogar AJ macht, Paare runter bis TT dürfte er auch so spielen. Overall sehe ich mich hier knapp vorne, denn nur gegen Aces oder Kings bin ich krasser Aussenseiter. Ich calle also für meine restlichen 105 oder so und er flippt natürlich Aces. Damn. Es kommen zwar noch Q und J, aber ich lucke mir leider keine Straight zusammen. Rebuy.

Wie genau der zweite Stack verloren ging, weiß ich gerade gar nicht. Jedenfalls muss ich irgendwann nochmal rebuyen. Danach passieren noch einige Hände, an die ich mich nciht so recht erinnere. Einmal habe ich mir QJ gegen QT einen halbwegs großen Pot verloren, da er sich auf dem River noch ein Twopair geluckt hat, ein paar kleine Pötte darf ich showdownfrei einsammeln, nichts bewegendes. Danach kam aber die Durststrecke überhaupt: Ich bekomme nur noch 72, 38, 23 oder 48 auf die Hand. Fast vier Orbits lang sehe ich nur diese Hände. Einmal finde ich einen Jack, allerdings mit einer Drei dazu. Ich beschließe noch einmal auf den Blind zu warten und dann auszusteigen. Zwei Hände vor Ende finde ich UTG+1 schwarze Queens, der Typ rechts von mir raist blind auf 10. Eigenltich eine perfekte Situation, andere könnten denken, ich klau den Pot mit einem Raise auf 30. Nur UTG callt mit Worten “für nen Blindraise schon nicht schlecht”. Das kann alles sein. Der Flop kommt K-6-2 rainbow, seinen Check beanworte ich mir einer 50-Euro-Conti, er foldet AT offen. Ich stehe auf, nachdem ich noch 62 folde und Wechseln meine Chips. Sagenhafte 411 Euro down heute. Das war ja nicht so der Traumstart. Ich railbirde dann noch ein wenig am Finaltable des 100-Euro-Turniers und am Omaha-Tisch, bis Ingo auch dazukommt. Ich hatte ihm signalisiert einen Orbit zu warten, bis er auch geht, damit man uns nicht miteinander assoziiert. Auch er hat gut eingebüßt und geht mit Minus nach Haus, wo wir wir uns noch ein paar Biere gönnen und einschlafen.

Heute morgen weckt uns das Zimmermädchen mit einem “‘tschuldigung”, schließt dann wieder die Tür und geht. Ich schlafe zwar nochmal ein, stehe aber auch bald auf und finde Ingo vor dem Fernseher. Wir kommen schlecht in Gang und verlassen das Hotel erst gegen 13 Uhr. Wir schauen uns zunächst das Gasometer an, was aber scheinbar nur eine Shoppingmall ist und nur äusserlich interessant wirkte, also auf auf in Richtung City. Wir schlendern ein wenig durch die Innenstadt und machen dann erstmal im Wienerwalds Jause. Ein Händl später beschließen wir Sightseeing zu betreiben. Wien ist wirklich wunderschön, die Architektur ist ein Traum und es macht wirklich Spaß an jeder Ecke irgendein schönes Gebäude zu entdecken. Im Stephansdom beginnt gerade eine Messe, daher verziehen wir uns recht schnell wieder, ist aber schon ziemlich imposant. Nach einem kleinen wieteren Rundgang fahren wir ins Hotel zurück. Wir chillen ein wenig, schauen fern und surfen im Netz, bis ich gegen 21 Uhr frage, wann wir ins Casino wollen. Ingo ist ziemlich fertig und müde und will gar nimmer los, also gehe ich allein.

Dort angekommen schaue ich mich ein wenig um, es ist deutlich mehr los, Freitagabend halt. Es öffnet ein neuer NL1/2-Tisch und ich setze mich dazu. Ich kann ein paar kleine Pötte gewinnen, habe aber ein sehr tightes Image am Tisch. Einen recht großen Pott hole ich mit AQ gegen einen indisch-aussehenden Trottel, komme auch hoch bis etwa 320 Euro (hab mich mit 200 eingekauft), verliere aber 110 in folgender Hand: Ich openraise A9h in Middle Position und bekomme 2 Caller. Der Flop kommt T-T-3 mit zwei Herz und ich contibette meinen Flushdraw. Ein junger, mir als recht solider Spieler aufgefallener Spieler minraist mich, was ich calle. Ich glaube im zwar die Zehn, die Odds rechtfertigen den Call aber denke ich. Der Turn ist die Herz 6. Ich checke, er spielt mit etwa Drittel Potsize All-in, was ich calle. Der River bringt eine weitere Drei, er zeigt AT und entschuldigt sich, als ich aufdecke. Passiert, ist aber ärgerlich. Kurz danach finde ich rote Kings, raise und bekomme einen Call IP von einem arabisch-aussehenden Typen, der bisher auch ganz gut gespielt hat. Der Flop kommt Q-8-2, alles Pik. Ich contibette mit 30 in den 40er-Pot, er raist auf 70. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er keinen Flush hat, sehr wahrscheinlich hat er die Queen getroffen und ein Pik dazu, vielleicht das As, also calle ich. Der Turn bringt eine rote 6, er pusht für knapp unter halbem Pot Alli-in. Ich calle, wenn er jetzt noch trifft: so be it. Der River bringt eine blank und er dreht QJc um. Er hatte also wirklich geblufft, zumindest war ich durchweg vorne.

Ich spiele noch ein paar mal AQ, was etwa gleich oft in Gewinn und Verlust endet, multiway ist Ace-high halt auch nichts wert. Letztendlich stehe ich mit 470 Euro auf, railbirde noch ein wenig, cashe dann aus und gehe heim. Overall bin ich zwar noch 141 Euro down, aber das wird morgen schon, ich glaub fest an mich. Ich denke, ich habe bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr gutes Poker gespielt, aber meine Edge ist halt deutlich kleiner als in Bremen, da das Niveau insgesamt schon etwas höher ist.

Noch ein paar Eindrücke zum CCC:
- Mischmaschinen: In jedem Tisch ist eine Mischmaschine eingebaut, es wird mit zwei Decks gespielt. Sehr schöne Sache, zum einen für die Spielgeschwindigkeit, zum anderen werden so in jeder Hand die Karten gezählt.
- Rake: Meine Fresse, da wandert ganz schön was in den Tisch. Aus jedem Pot wandern durchschnittlich drei Euro in den Tisch, dazu kommt noch ein Euro Tablefee. Da kommt echt ganz schön was zusammen.
- Dealer: sehr kompetente, schnelle Dealer arbeiten hier. Die Freundlichkeit ist extrem unterschiedlich, aber nach ein wenig Trinkgeld gehts ganz gut.

Soviel erstmal, ich hab jetzt fast eine Stunde gebloggt, ich trink jetzt mein Bier aus und geh pennen. Morgen gibts nachmittags SNGs, die aber crappy zu sein scheinen und abends ein Turnier, mal schauen, was da so geht.

« Previous PageNext Page »